Von 1996 bis 2005 gab es das ehrenamtliche Veranstaltungradio Radio Central Pulheim. Die Anfänge von Radio Central liegen jedoch schon einige Zeit weiter zurück. Hier könnt ihr die Erfolgsstory komplett und ungekürzt nachlesen.
Radio Central – Wie alles begann…
Im Spätsommer 1991 wurde in Pulheim die Gründung von Radio Central als “freie Radiostation” (umgangssprachlich: “Piratensender”) vorbereitet. Hauptinitiatoren waren 2 “Radio-Freaks”, die schon seit Ende der 80′er Jahre einige Erfahrungen mit “Free Radio” gesammelt hatten. Gleiches galt auch für die meisten anderen am Programm beteiligten Mitarbeiter.
Kooperationspartner war außerdem Radio LFP, eine bis Ende 1993 ebenfalls in Pulheim residierende, freie Radiostation. Erklärtes Ziel der jungen “Radio-Hobbyisten” war der Aufbau eines sowohl technisch, wie auch inhaltlich professionellen, hörerorientierten Pop-Musik-Radios, das sich von dem Anfang der 90′er Jahre immer weiter verbreitenden “privaten Dudelfunk” auf UKW abheben wollte.
13.10.1991 – Der erste Tag “on Air”!
Radio Central startete auf der UKW-Frequenz 106,4 MHz von einem Studio in einem Privathaus. Als Sendetechnik diente ein stabiler 2,5 Watt VFO-Sender, der liebevoll “Keksdose” getauft wurde, mit einer Antenne in etwa 8 m Höhe über Grund.
Von diesem Zeitpunkt an sendete Radio Central regelmäßig, durchschnittlich mindestens ein Mal pro Woche. Anfang Dezember 1991 musste wegen Aufschaltungen anderer Sender die Sendefrequenz auf 106,05 MHz/106,1 MHz umgestellt werden. Zu dieser Zeit entschloss man sich aufgrund eines wachsenden Hörerzuspruchs, Anrufer live in die Programme einzubeziehen.
Um die Hörer noch weiter an die Station zu binden, wurden die Sendungen ab 1992 um Gewinnspiele erweitert. An Feiertagen wie z.B. Ostern war Radio Central sogar ununterbrochen für mehrere Tage auf Sendung, und es gab Kooperationen mit anderen “freien Radiostationen” (wie “Radio LFP”).
Mitte 1992 musste die Frequenz erneut gewechselt werden. Nach einem Umbau der Antennenanlage (Masterhöhung und neue Vertikal-Dipol-Antenne) sendete man nun auf 96,9 MHz. Zu dieser Zeit wurde der Sonntag als regelmäßiger Sendetag eingeführt. Im Spätsommer erhielt Radio Central einen eigenen Telefonanschluß, der aber aus “Sicherheitsgründen” in einem Außenstudio im Stadtteil Sinnersdorf installiert worden war und nur per Richtfunk ins Sendestudio übertragen werden konnte. Diese Einrichtung bewies spätestens bei der Sondersendung zum 1. Stationsgeburtstag ihren besonderen Wert. Dieser Tag ging unter anderem deshalb als einer der Höhepunkte in die Stationsgeschichte ein, weil die Hörerbeteiligung derart groß war, dass stundenlang kein telefonisches Durchkommen ins Studio mehr möglich war.
